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Feilcke überrascht mit Bronze

In diesem Jahr rekrutierte sich unsere Delegation bei den Hessischen Mehrkampfmeisterschaften im südhessischen Langen erstmals seit langem wieder nur aus Gerätturnern. Unsere Leichtathleten waren parallel erfolgreich beim Kreissparkassencup. Am Samstag starteten Luna Grösch und Jonathan Feilcke erstmals bei den Jugendlichen. Am Sonntag sollten vier Schülerinnen in erster Linie Wettkampferfahrung bei einem großen Wettkampf sammeln, was bei uns im Turngau nur bedingt möglich ist. Leider musste mit Noel Stephan ein heißer Medaillenkandidat studienbedingt verzichten.

Im Jugendbereich überraschte der zwölfjährige Jonathan Feilcke (MT 1861 Melsungen) seine Betreuer und sich selbst mit einer Bronzemedaille im Deutschen Sechskampf M12/13. Sein Wettkampf startete am Boden, und er zeigte, dass er hervorragend mit der Bodenbahn zurecht kam. Die schwierigste Übung seiner Altersklasse brachte ihm zunächst die Führung. Die Übung am Barren sitzt leider noch nicht ähnlich gut, sodass Joni hier zurückfiel. Am Reck konnte er dann ein paar Zehntel gegenüber seinen engsten Konkurrenten aus Weißkirchen/Taunus aufholen, bevor die drei sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen in der Leichtathletik lieferten. Am Ende standen für Jonathan 45,91 P zu Buche, womit er auf dem 3. Gesamtrang landete. Wäre es ein Wettkampf mit Qualifikation für die Deutsche Mehrkampfmeisterschaften gewesen, nur die Winzigkeit von 0,09 P hätte ihm gefehlt.

Seine Klassenkameradin Luna Grösch begann ihren Wettkampf (Deutscher Sechskampf W 12/13) im Stadion. Auch sie erwischte einen tollen Auftakt und war im Sprint Zweitbeste ihrer Altersklasse. Bei Weitsprung und Kugelstoßen bestätigte Luna ihre Trainingsleistungen. (Im Kugelstoßen schafften Luna und Joni übrigens beide dieselbe Weite, 5,21 m.) Auf Rang 10 liegend ging es in die Halle. An allen drei Geräten erzielte Luna ungefähr die gleichen Noten wie vor zwei Wochen bei den Gaumannschaftsmeisterschaften. Vor allem die Bodenübung war noch stabiler. In einem leistungsstarken Feld fiel Luna leider noch auf Rang 17 mit 53,70 P zurück. Das ist aber kein Grund sich zu ärgern, denn der Abstand zum Siegerpodest waren lediglich gut fünf Punkte.

HNwMKM_Sonntag
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Foto: Mario Grösch

Am Sonntag wurden unsere jungen Turnerinnen in ihren Wettkämpfen bei jeweils einer Disziplin durch äußere Einflüsse aus der Konzentration gerissen. Juliana Wagner (Deutscher Mehrkampf W 10/11) musste damit am Boden als dem ersten Turngerät zurecht kommen. Vorher zeigte sie sich gut vorbereitet im Stadion. In allen drei leichtathletischen Disziplinen (Sprint, Weitsprung und Ballwurf) kam sie nahe an ihre Bestleistungen heran und war jeweils unter den besten zehn. Durch die Ablenkung am Boden war leider die Konzentration nicht mehr vollständig da, weshalb Juliana im größten Starterfeld des Wochenende 36. mit 57,44 P wurde. Wie auch bei Luna gibt es keinen Grund sich zu ärgern, den bis zu den Top Ten fehlten weniger als sieben Punkte.

Lisann Ullrich begann ihren Jahnsechskampf W 08/09 (2 x Turnen, 2 x Leichtathletik, Schwimmen, Kunstspringen) am Boden. Nachdem sie aufgerufen war, lag auf einmal ein Kleinkind auf der Bodenmatte. Die Musik wurde gestoppt und neu gestartet, aber Lisann strahlte nicht die Ruhe aus, die wir von ihr kennen. Trotzdem stand sie nach einer soliden Barrenübung zwischenzeitlich auf dem siebten Rang. Im Stadion verteidigte Lisann diesen Platz. Der Paukenschlag kam beim mit dem Disziplinsieg beim Schwimmen und dem Vorrücken auf Rang 5. Leider haben wir Trainer uns beim Kunstspringen mit der Auswahl der Sprünge verpokert. Dadurch fiel Lisann zweier sauberer Abfaller noch auf Rang 6 mit 43,49 P zurück.

Im Leichtathletikdreikampf W 08/09 hatten wir die jüngeren Schwestern Lilly Grösch und Helena Wagner gemeldet. Da sie eh mitgekommen wären, durften sie auch starten, denn sie hatten beim Sportabzeichentraining ihr Können gezeigt. Beim Sprint wurden sie durch Zurufe einer fremden Betreuerin genervt, und es dauerte lange bis zum Lauf, da die Zeitmessung technische Probleme hatte. Daher haben beide den Start etwas verpasst und konnten den dort eingefahrenen Rückstand nicht mehr aufholen. Trotzdem durften sich am Ende Lilly über Rang 9 mit 18,48 P und Helena über Rang 13 mit 15,24 P freuen. Nächstes Jahr planen wir mit beiden für den Deutschen Mehrkampf. Dieses Jahr hat ihnen dazu noch der Sprung über den Tisch gefehlt.

Begleitet wurde unsere kleine Delegation von Sonja Philipp und Rebecca Kreuz als Betreuerinnen am Samstag und Kampfrichterinnen am Sonntag sowie Nele Schmoll als Betreuerin an beiden Tagen. Eine große Entlastung für mich und eine exzellente Rundumversorgung für unsere Turnerinnen.


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Datum des Ausdrucks: 19.11.2017