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Bronze für Luis André im Diskuswerfen und Rang vier für Fabienne Knöpfel mit dem Hammer

Frankfurt.  Nicht in allen Bereichen brachten die Winterwurfmeisterschaften des Hessischen Leichtathletik-Verbandes Aufschlüsse auf die bald schon beginnende Freiluftsaison. Dazu muss man erst die nationalen Winterwurfmeisterschaften in vier Wochen in Halle abwarten, aber es gab bereits in einigen Wettbewerben gute Ergebnisse.

Unter keinem guten Stern stand diese Meisterschaft für Luis André, der für das Diskuswerfen mit 32,00 gemeldet wurde und damit auf Rang sechs der achtköpfigen Liste geführt wurde.

Rechtzeitig nach Frankfurt angereist, begann er mit seinem Aufwärmprogramm. Doch als die Teilnehmer für den Wettkampf der M14 aufgerufen wurden, stand der 12-Jährige nicht auf der Liste. Die Begründung dafür lautete, dass seine Wettkampfkarte nicht abgegeben wurde. Bruno Knöpfel, Vater von Fabienne, gab aber einen Tag vorher die Karte im Wettkampfbüro gemeinsam mit der Stellplatzkarte seiner Tochter ab. Aber er bekam dafür – wie bei den Meisterschaften sonst üblich – keine Quittung. Während sich die Konkurrenz auf den Wettkampf mental vorbereiten konnte, war man im Melsunger Lager bemüht, Luis André trotzdem an den Start zu bringen. Nach einer längeren Diskussion wurde im Wettkampfbüro sich für einen Start von Luis ausgesprochen. Aber da hatte der 12-Jährige den Wettkampf bereits abgehakt, weil ihm gesagt wurde, „ohne Stellplatzkarte kannst du hier nicht starten“. Luis André hatte seit seinem Landesrekord von Dietzhölztal Anfang Oktober keine 50 Würfe mehr durchgeführt, weil das Kugelstoßtraining im Mittelpunkt stand. Aber dennoch war er in der Lage, den 1kg-Diskus zwischen 36 und 40 Meter zu werfen.

Während Benedict Michel aus Friedberg, der im Vorjahr die Landesbestenliste der M13 mit 42,62 Meter anführte, 37,29 m vorlegte und auch Tim Steinfurth (Eppstein), der tags zuvor schon das Hammerwerfen gewonnen hatte, mit 36,17 Meter in den Wettbewerb einstieg, schlich Luis André im ersten Durchgang durch den Ring und kam nur auf 29,67 Meter. Im zweiten Versuch verbesserte er sich auf 34,77 Meter und steigerte sich im dritten Durchgang auf 35,60 Meter. Damit lag er nach dem Vorkampf hinter Tim Steinfurth (39,53 m) und Benedict Michel (37,29 m) auf Rang drei, vor Fynn Lenzer aus Wehrheim, der mit 33,08 Meter das Verfolgerfeld für die Medaillen anführte.

Im vierten Durchgang flog die Scheibe trotz eines viel zu langsamen Abwurfs immer noch auf 35,31 Meter, so dass noch die Hoffnung auf einen Wurf über 38 Meter bestand. Tim Steinfurh legte die Scheibe hervorragend in den von vorn rechts kommenden Wind, der sie dann auf 42,62 Meter trug. Das war der Sieg und die zweite Landesmeisterschaft an diesem Wochenende. Benedikt Michel, der nach seinen guten Weiten im Vorjahr, keinen guten Eindruck machte, verzichtete auf seine beiden letzten Würfe. Luis André erkannte die Chance weiter nach vor zu kommen und zog im fünften Durchgang etwas zu früh ab. Und dieser Fehler wurde dadurch bestraft, dass sein Diskus bereits im Sicherheitsnetz landete.

So blieb nur noch ein Wurf, um sich weiter nach vorn zu arbeiten. Luis André drehte wieder langsamer an, brachte aber den viel zu flachen Wurf mitten in den Wurfsektor. Die elektronische Weitenmessung ergab eine Weite von 37,11 Meter. Das bedeutete für den noch 12-Jährigen nicht nur den dritten Platz in der M14, sondern auch neue persönliche Bestleistung. 

Einen Tag vorher sicherte sich Fabienne Knöpfel im Hammerwerfen der U18 den vierten Platz.  Kaum stand Jette Priedemuth (LV Königstein) im Hammerwurfring, da war die erste und – wie sich später zeigen sollte – auch die beste Leistung der gesamten Konkurrenz mit 51,14 Meter schon fällig gewesen. Die Vorjahresschülerin hatte 2017 ihre beste Leistung bei den deutschen Schülermeisterschaften in Bremen mit 45,78 Meter erzielt und in diesem Winter einen großen Schritt nach vorn gemacht. Auch Julia Dengler (ESV Treysa) erzielte im ersten Versuch mit 44,87 Meter ihre beste Leistung. Lena Bürkle, LG Eintracht Frankfurt, hatte vier Nieten zu Beginn, so dass Fabienne Knöpfel, die am Ende 2017 zur MT Melsungen wechselte, nach dem Vorkampf auf einem Medaillenrang zu finden war. Die 16-Jährige aus Wabern begann mit 35,56 Meter und ließ im zweiten Versuch 36,80 Meter folgen. Nach einem ungültigen Versuch kam sie im vierten Durchgang auf 36,16 Meter. Doch Lena Bürkle, im Vorjahr mit 39,98 m notiert, fand im vorletzten Versuch in den Wettkampf und kam auf 38,59 Meter und belegte somit Rang drei. Diese Weite konnte Fabienne Knöpfel noch nicht erreichen, obwohl sie es mit aller Kraft versuchte. Sie verkrampfte dabei und kam mit ihrem vorletzten Wurf nur noch auf 33,75 Meter und verabschiedete sich mit einem ungültigen Versuch.

Auf Rang fünf landete die Vorjahresschülerin Lena Portmann vom Tuspo Borken mit 34,85 Meter vor Rebecca Kern (Dietzhölztal, 31,76 m).

 


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Datum des Ausdrucks: 23.05.2018
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